Hast du gerade mit dem Golfen angefangen, oder stehst kurz vor deiner Platzreife?
Dann möchte ich dir etwas mit auf den Weg geben, das ich selbst gerne schon vor drei Jahren gewusst hätte.
Ich habe am Anfang viele Fehler gemacht. Manche davon kosten Zeit, andere Geld und einige sogar ziemlich viel Frust.
Heute weiß ich: Viele dieser Fehler hätte ich ganz einfach vermeiden können.
Deshalb möchte ich sie mit dir teilen. Vielleicht erspare ich dir damit genau die Umwege, die ich selbst gegangen bin.
1. Spare nicht am Golf-Pro, sondern am Frust
Das ist wahrscheinlich der wichtigste Tipp, den ich dir geben kann.
Nach meiner Platzreife dachte ich, jetzt kann ich einfach auf den Platz gehen und durch viele geschlagene Bälle automatisch besser werden.
Leider war genau das mein größter Fehler.
Denn wenn man einen falschen Golfschwung immer wieder wiederholt, speichert ihn das Gehirn als “richtig” ab. Je häufiger du diesen falschen Bewegungsablauf machst, desto schwieriger wird es später, ihn wieder zu verändern.
Und genau das ist mir passiert.
Nach fast drei Jahren Golf habe ich mich entschieden, intensiv mit einem Golf-Pro zu trainieren. Die ersten Wochen waren gar nicht so, wie ich es erwartet hatte.
Anstatt besser zu werden, musste ich meinen kompletten Schwung erst einmal zurückbauen.
Viele Bewegungen, die ich mir über Jahre falsch angewöhnt hatte, mussten aus meinem Kopf verschwinden, bevor ich den richtigen Schwung lernen konnte.
Mein Gehirn musste sich praktisch komplett neu vernetzen.
Das war manchmal frustrierend.
Heute weiß ich aber, dass sich genau dieser Weg gelohnt hat.
Mein Tipp:
Nimm lieber von Anfang an regelmäßig Unterricht bei einem Golf-Pro. Die Platzreife vermittelt dir die Grundlagen – sie ist wie das Fundament eines Hauses. Aber erst danach beginnt das eigentliche Lernen.
Außerdem schützt dich ein sauberer Bewegungsablauf auch vor unnötigen Verletzungen.
2. Du brauchst am Anfang keine teuren Golfschläger
Ich kann gut verstehen, dass man sich als Anfänger am liebsten sofort das beste Equipment kaufen möchte.
Mir ging es genauso.
Ich habe sogar direkt ein Schlägerfitting machen lassen und mir hochwertige Schläger gekauft.
Rückblickend würde ich das heute nicht mehr machen.
Warum?
Weil sich dein Schwung als Anfänger ständig verändert.
Je besser du wirst, desto anders bewegst du den Schläger.
Und plötzlich passen die Schläger, die du am Anfang gekauft hast, vielleicht schon gar nicht mehr optimal zu deinem Spiel.
Deshalb reicht für den Einstieg ein gutes Anfängerset völlig aus.
So kannst du erst einmal herausfinden, ob Golf wirklich dein Sport ist.
Ein professionelles Fitting macht meiner Meinung nach deutlich mehr Sinn, wenn dein Schwung etwas konstanter geworden ist.
3. Such dir einen Golfclub, in dem du dich wirklich wohlfühlst
Ein Golfclub ist viel mehr als nur ein Platz zum Spielen.
Er ist ein Ort, an dem du viele Stunden verbringen wirst.
Genau deshalb solltest du dir den Club vorher ganz genau anschauen.
Ich selbst habe mich anfangs für einen Golfclub entschieden, der zwar eine schöne Anlage hatte, aber ich habe dort einfach keinen richtigen Anschluss gefunden.
Nach einem halben Jahr bin ich wieder ausgetreten.
Heute spiele ich in einem anderen Club und merke, wie wichtig die Gemeinschaft eigentlich ist.
Golf macht einfach viel mehr Spaß, wenn man Menschen kennt, gemeinsam trainiert oder spontan eine Runde spielen kann.
Deshalb mein Tipp:
Schau dir verschiedene Golfclubs an.
Sprich mit den Mitgliedern.
Spiele vielleicht eine Proberunde.
Und frage dich ehrlich:
Fühle ich mich hier wohl?
Denn genau das ist am Ende oft wichtiger als die Anzahl der Bahnen oder das Clubhaus.
Fazit
Wenn ich heute noch einmal ganz von vorne anfangen würde, würde ich drei Dinge anders machen:
- Ich würde sofort regelmäßig mit einem Golf-Pro trainieren.
- Ich würde zunächst ein einfaches Anfängerset spielen.
- Ich würde mir mehr Zeit bei der Wahl meines Golfclubs lassen.
Golf ist ein wunderschöner Sport.
Aber gerade am Anfang lohnt es sich, nicht alles alleine herausfinden zu wollen.
Manchmal spart ein guter Rat nicht nur Geld, sondern auch viele Monate Frust.
Mein Fairway-Tipp: Fehler gehören zum Golf dazu. Aber wenn du einige typische Anfängerfehler vermeiden kannst, wirst du deutlich schneller Fortschritte machen – und vor allem viel mehr Spaß auf dem Golfplatz haben.
